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GESCHICHTE
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Volkspark | Heinrich-Heine-Denkmal
| Wandreliefs |
Waldemar Grzimek |
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Historische
Fotos
vom Volkspark am Weinbergsweg |
| Der
ca. 4,3 ha große Volkspark am
Weinbergsweg liegt an der Hangkante
der Barnimer Hochplatte, auf dem Gelände
eines ehemaligen, vermutlich bereits
im Mittelalter dort angelegten Weinberges.
Das seit Mitte des 18. Jahrhunderts
zur Maulbeerplantage umgewandelte
und später als Gartenlokal und
Vergnügungsstätte genutzte
Wollanksche Gut blieb mit einer kleinen
Gartenanlage auch noch inmitten der
seit Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden
raschen und dichten Bebauung des vor
dem Rosenthaler Tor gelegenen Areals
bestehen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg sah man
auf der von der stark zerstörten
gründerzeitlichen Bebauung beräumten
Fläche die Anlage eines Kulturparks
vor. Der im Wesentlichen in den Jahren
1954-58 realisierten Planung lagen
Entwürfe des Gartenarchitekten
Helmut Kruse zu Grunde, der einen
reich strukturierten Park mit vielfältigen
Gestalt- und Nutzungsbereichen unter
optimaler Ausnutzung der für
Berliner Verhältnisse stark bewegten
Topographie vorsah. So wird der Hang
durch eine großflächige
Liegewiese betont und über Sichtbezüge
auch über die Grenzen des Parks
hinaus erlebbar gemacht. Auf einem
erhöht liegenden Plateau im Zentrum
der Anlage ist die Caféterrasse
optimal positioniert und bietet weite
Blicke über den Park und die
angrenzende Bebauung. Zu ihren Füßen,
an tiefster Stelle des Parks befindet
sich ein nierenförmiger Teich.
Einen ruhigeren Bereich nimmt der anspruchsvoll
mit quadratischen Springbrunnenbecken
ausgestattete Rosengarten ein. Entlang
der die zentrale Rasenfläche
umgebenden Haupterschließungswege
liegen weitere Themengärten,
wie der Heidegarten, Schau- und Sichtungsgarten
und das Alpinum, die ehemals dem Erleben
und Kennenlernen der Pflanzenvielfalt
dienten. Ein großer Spielplatz
wurde in dem durch einen Höhenversatz
räumlich vom Park getrennten
Bereich im Norden an der Fehrbelliner
Straße angelegt.
Neben der vielfältigen Nutzbarkeit
wurde bei der Anlage des Parks auch
großer Wert auf eine künstlerisch
und handwerklich anspruchsvolle Ausgestaltung
gelegt. Dies verdeutlicht die Verwendung
wertvoller, in farblichem und strukturellem
Kontrast zueinander stehenden Natursteinmaterialien
und zwar roter Porphyr für Mauern
und Treppen sowie als Splittabstreuung
der Hauptwege und grauschwarzer Schiefer
für kleinere Sitznischen und
schmale Pfade. Im Nordwesten der Parkanlage
steht seit 1958 die bereits 1955 von
Waldemar Grzimek geschaffene Bronzeskulptur
Heinrich Heines, eine der wohl künstlerisch
herausragenden Plastiken dieser Zeit
in der DDR.
Der Bepflanzung des Parks wurde ebenfalls
große Aufmerksamkeit beigemessen.
Der heute nahezu vollständig
erhaltene Baumbestand umfasst, entsprechend
des Zeitgeschmacks, zahlreiche exotische
Gehölze und besondere Züchtungen,
die als Solitäre ins Blickfeld
der Besucher gerückt werden.
Besonders fallen ein Blauglockenbaum
am Teich, ein Geweihbaum in der großen
Wiese und eine Gruppe von Nelkenkirschen
nahe dem Heidegarten auf. Die Staudenauswahl
der Themengärten entsprach sonst
nur in Hausgärten üblichen
Liebhabersortimenten in erstaunlicher
Artenvielfalt. Diese einstigen Pflanzungen,
deren Beschilderung zur Bildung der
Bevölkerung beitragen sollte,
sind leider nur noch in Resten überkommen.
In den 1960er und 70er Jahren fanden
Vereinfachungen in der Bepflanzung
sowie ein Austausch der Wegebeläge
statt, die mit dem starken Nutzungsdruck
und dem nicht zu bewältigenden
Pflegeaufwand begründet wurden.
Neben der Grundstruktur blieben jedoch
viele Elemente wie Mauern, Treppen,
Pergolen, Skulpturen, das Café
und die Wegeführungen sowie der
gesamte Baum- und Gehölzbestand
der Erstanlage erhalten. Der Park
nimmt in der Berliner Grünplanung
der 1950er Jahre eine Sonderstellung
ein. Er stellt die einzige in dieser
Größe und in konsequent
eigenständiger formaler Gestalt
ausgeführte Parkanlage dar, in
einer Zeit, in der sonst die Wiederherrichtung
beziehungsweise Erneuerung kriegszerstörter
Parks im Vordergrund stand. |
| http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009010209 |
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| Anlässlich
des 100. Todestages Heinrich Heines (1797
- 1856) ursprünglich für das
Kastanienwäldchen hinter der Neuen
Wache bzw. vor dem Gorki-Theater geschaffen.
Von den DDR-Funktionären als zu wenig
heldenhaft für diesen repräsentativen
Standort abgelehnt und an den jetzigen
Standort im Weinbergpark verbannt. Im
Dezember 2002 wurde ein Zweitguss der
Plastik vor dem Ostflügel der Humboldt-Universität
aufgestellt.
Die Presse sprach in diesem Zusammenhang
regelmäßig von einem "doppelten
Heinrich", doch existiert noch
ein drittes, etwas kleineres Exemplar
in Ludwigsfelde, ca. 30 km vor Berlin.
Dieses Heinrich Heine-Denkmal, 1.
Fassung wurde bereits 1953 auf dem
dortigen Heinrich-Heine-Platz eingeweiht.
(Marc Wellmann)
Börsch-Supan 1977, S. 109, Endlich/Wurlitzer
1990, S. 307, WV Roters Nr. 133
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Bilder
vom Heinedenkmal im Volkspark Weinbergsweg |
Plastiken im
Ensemble: Weinbergspark
Künstler unbekannt, Mutter mit
Kind, Entstehungszeit unbekannt(*)
Künstler unbekannt, Sitzender
Jüngling, Entstehungszeit unbekannt(*)
Waldemar Grzimek, Wandrelief, Entstehungszeit
unbekannt(*)
Waldemar Grzimek, Heinrich Heine-Denkmal,
2. Fassung, 1954-56(*)
VITA Waldemar Grzimek
1924 Übersiedlung nach Berlin
1936 als Schüler Arbeiten an
Tierplastiken im Berliner Zoo, Bekanntschaft
mit Richard Scheibe
1937 Steinmetzlehre bei Firma Philipp
Holzmann in Berlin, Beginn des Studiums
an der Hochschule für Bildende
Künste in Berlin bei Wilhelm
Gerstel
1938 Bekanntschaft mit Gerhard Marcks,
Gustav Seitz und Fritz Cremer. Meisterschüler
bei Wilhelm Gerstel
1941 Einziehung zum Militärdienst
bei der Marine
1942 Rompreis und Studienurlaub in
der Villa Massimo
1945 nach Kriegsende Rückkehr
nach Berlin
1946 - 1948 Lehrer einer Bildhauerklasse
an der Kunstschule Burg Giebichenstein,
Halle/Saale
1948 - 1951 Professur an der Hochschule
für Bildende Künste, Berlin-Charlottenburg
1952 - 1957 freischaffender Künstler
in Berlin
1957 - 1961 Professur an der Hochschule
für bildende und angewandte Kunst,
Berlin-Weiensee
1968 Berufung als Professor an die
Technische Hochschule Darmstadt
1969 Abschluss des Manuskriptes "Deutsche
Bildhauer des zwanzigsten Jahrhunderts"
1974 Abschluss der Manuskripte "Die
plastischen Elemente der Stadt"
und "Die deutsche Stuckplastik
800 bis 1300"
1978 Abschluss des Manuskriptes "Das
klassische Berlin. Die Berliner Bildhauerschule
im neunzehnten Jahrhundert" (in
Zusammenarbeit mit Peter Bloch)
1981 Erster Preis im Wettbewerb "Brunnen
am Wittenbergplatz" (Berlin)
1984 gestorben in Berlin
Quelle: http://www.bildhauerei-in-berlin.de/_html/_katalog/ensembles-Weinbergspark.html |
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Bilder
vom Wandrelief: |
| Zentrum
des Park-Geschehens war schon immer
der Rosengarten, ein Teil des Parks
am Weinbergsweg, dessen Geschichte
bis ins Jahr 1801 zurückgeht.
Seit dieser Zeit war der Park immer
Anziehungspunkt für Kultur-Schaffende.
Die Familie Wollank veranstaltete
hier beispielsweise im Gartenlokal
"Wollanks Weinberg" Konzertveranstaltungen
und schuf dadurch einen Ausflugsort
für die Berliner Gesellschaft.
Kultur- und Vergnügungssstätten
hatten zu dieser Zeit Konjunktur.
Im Jahre 1860 entstanden im selben
Ort das legendäre "Walhallatheater"
und kurze Zeit später "Carows
Lachbühne". 1912 eröffnete
eins der ersten Lichtspieltheater,
das spätere "Ufa Theater
am Weinbergsweg". Und als lezte
geschichtliche Station des Parks am
Weinbergsweg ist die Neuaufteilung
zu einem "Erholungspark"
nennenswert, mit Parkcafé und
einem Parkhäuschen im Rosengarten,
bei dem die Besucher sich Liegestühle
ausleihen konnten.
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